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Schlagwort: Azure

Office 365 / Azure AD: Kennwort eines Benutzers soll nicht ablaufen

Wenn man Office 365 Konten hat, die keinem Benutzer fest zugeordnet sind (in meinem Fall für Konferenz-Telefone), dann ist es eher ungünstig, wenn das Kennwort abläuft. Auch bei regulären Benutzern kann es gewünscht sein, dass das Kennwort nicht abläuft.

Wenn der Benutzer aus dem lokalen Active Directory synchronisiert wird, dann kann man diese Option einfach im lokalen AD einstellen. Aber bei einem Benutzer, der nur online existiert geht das nicht. Wie also dort das Ablaufen eines Kennwortes deaktivieren? Natürlich per PowerShell!

Dazu muss erst mit

Connect-MsolService

eine Verbindung mit Azure AD aufgebaut werden. Danach kann dann mit

Set-MsolUser -UserPrincipalName USER@MAIL.DE -PasswordNeverExpires $True

die entsprechende Einstellung vorgenommen werden.

Viel Spaß damit!

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Hürden bei der Office 365 Migration in Bezug auf AD Connect

Vor zwei Wochen habe ich nun endlich die E-Mail-Kommunikation meiner Firma auf Office 365 umstellen können. Diese eigentlich gar nicht so aufwändige Projekt war leider durch zu viele kleine Dinge im Alltag zeitlich in die Länge gezogen worden.

Aus den Erfahrungen bei der Migration möchte ich hier ein paar Hürden und Stolpersteine, die mir im Zusammenhang mit Azure AD Connect begegnet sind, erläutern, in der Hoffnung, dass andere diese so umgehen können.

Azure AD Connect zu früh benutzt I

Ich hatte Azure AD Connect bereits aktiviert, bevor ich den Migrationsendpunkt (Migration Endpoint) für die Cutover-Migration angelegt hatte. Danach ließ sich die Option “Übernahmemigration” (Das ist die Cutover-Migration) nicht mehr auswählen, diese war ausgegraut (siehe mein Blogpost vom 12.09.2016)

Erkenntnis: Azure AD Connect erst benutzen, wenn der Migrationsendpunkt angelegt ist. (siehe auch nächster Punkt!) Alternativ kann AD Connect auch wieder abgeschaltet werden: (kann ggf. einige Stunden dauern)

Azure AD Connect zu früh benutzt II

Ich hatte, bevor alle Postfächer durch Cutover-Migration umgezogen waren, schon Azure AD Connect (früher DirSync) auf unseren Systemen installiert und einige Benutzer aus unserem Active Directory zu Azure bzw. Office 365 synchronisiert. Für diese Benutzer konnte ich dann keine Postfächer mehr per CutOver-Migration migrieren, weil dann bemängelt wird, dass es bereits Objekte mit der selben Mailadresse gibt.

Erkenntnis: Azure AD Connect erst benutzen, wenn alle Postfächer migriert sind.

Azure AD Connect kommt mit multiplen Mail-Adressen im AD nicht so gut klar

Neben der finalen Mailadresse unserer Public Domain hatten die Exchange-Postfächer (und damit auch die AD Objekte der Benutzer) mehrere Mailadresse, u.a. die der lokalen internen AD Domäne. Diese sind u.a. im Attribut “ProxyAddresses” gespeichert. Die primäre Mailadresse hat dabei ein großgeschriebenes “SMTP:” vorangestellt, alle anderen ein kleingeschriebenes:

Daran aber stört sich anscheinend Azure AD Connect. Darauf deutet auch ein älterer Blog-Artikel bei Microsoft hin. Dort heisst es:

  • “SMTP:username@contoso.com” is an acceptable value.
  • username@contoso.com” and “smtp:username@contoso.com” are not acceptable values.

Als Fehler kommt “Das Objekt kann nicht aktualisiert werden, weil die folgenden dem Objekt zugeordneten Attribute Werte aufweisen, die möglicherweise bereits einem anderen Objekt in Ihren lokalen Verzeichnisdiensten zugeordnet sind” – und zwar für jeden User der Domäne.

Also habe ich vorübergehend alle kleingeschriebenen “smtp” durch großgeschriebene ersetzt (ACHTUNG: Das ist nur temporär, in der Zwischenzeit solltet ihr keine Exchange-Konsolen benutzen, da diese damit ein Problem haben, dass es mehrere primäre Adressen gibt! Alternativ könnte man auch alle sekundären Adressen entfernen – das kam für mich aber nicht in Betracht). Dies habe ich natürlich mit PowerShell erledigt:

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Get-ADUser -SearchBase "OU=SOMEOU,DC=MYDOMAIN,DC=local" -Filter * | 
    Get-ADObject -Properties proxyAddresses | 
        ForEach-Object 
        {
 
            $ProxyA = $_.proxyAddresses.Replace("smtp","SMTP") 
            ForEach($Adress in $_.proxyAddresses) 
            { 
                if($Adress -like "*@THEDOMAIN.COM") 
                { 
                   $ProxyA = $Adress 
                } 
            } 
            $_.ProxyAddresses = $ProxyA 
            Set-ADObject -Instance $_ 
        }

Get-ADUser -SearchBase "OU=SOMEOU,DC=MYDOMAIN,DC=local" -Filter * | Get-ADObject -Properties proxyAddresses | ForEach-Object { $ProxyA = $_.proxyAddresses.Replace("smtp","SMTP") ForEach($Adress in $_.proxyAddresses) { if($Adress -like "*@THEDOMAIN.COM") { $ProxyA = $Adress } } $_.ProxyAddresses = $ProxyA Set-ADObject -Instance $_ }

Selbst nach dem ich dies bei allen Benutzer gemacht hatte kam ausgerechnet für mein eigenes Konto noch immer der selbe Fehler:

Dabei hatte ich meinen Account ebenso behandelt wie alle anderen. Dieses Mal war die Ursache aber eine andere: Es gab noch einen gelöschten O365-Benutzer mit dieser Adresse! Also musst auch noch der gelöschte Benutzer endgültig gelöscht werden. Dies habe ich ebenfalls per PowerShell gelöst:

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Get-MsolUser -ReturnDeletedUsers | Remove-MsolUser -RemoveFromRecycleBin –Force

Get-MsolUser -ReturnDeletedUsers | Remove-MsolUser -RemoveFromRecycleBin –Force

(Achtung: Das löscht ALLE gelöschten Benutzer endgültig! Will man nur einen einzelnen Benuter löschen geht dies mittels:

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Remove-MsolUser -UserPrincipalName Lynn@office365bootcamp.com –RemoveFromRecycleBin

Remove-MsolUser -UserPrincipalName Lynn@office365bootcamp.com –RemoveFromRecycleBin


Danach klappte auch die Synchronisierung des letzten Kontos problemlos…

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Office 365–Einige Hinweise zur Cut-Over Migration

Die “Übernahmemigration” (Englisch: Cutover-Migration) ist eine nette Option, um alle Postfächer eines Exchange-Servers in einem Rutsch nach Office 365 zu migrieren. Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten. Und manches erfährt man nur durch Ausprobieren, auch das möchte ich euch hier nicht vorenthalten…

Zu beachten:

  • Die Option “Übernahmemigration” bzw. “Cutover Migration” ist ausgegraut, wenn “Azure DirSync” bzw. “Azure AD Connect” aktiv sind. Am einfachsten ist es, dies im Azure-Portal abzuschalten. Erst danach steht die Option zur Verfügung.
  • Konten, die bereits per Azure AD Connect oder Vorgänger-Techniken nach Azure bzw. Office 365 synchronisiert wurden, können nicht durch die Übernahmemigration “befüllt” werden. Diese Konten müssen gelöscht und neu angelegt werden.

Allgemein hin liest man immer wieder, das man mit der Cutover-Migration nur ALLE Postfächer auf einmal (bzw. nacheinander, aber in einem Rutsch) migrieren kann. Das ist so nicht ganz richtig… Insbesondere für Tests vor der eigenen Migration ist es sinnvoll, nur ein paar wenige (Test)Postfächer zu migrieren. Jedoch hat man bei dem Assistenten keine Möglichkeit zur Auswahl. Der Trick ist, die Postfächer vor Office 365 zu “verstecken”. Office 365 liest nämlich einfach nur die Global Address List (GAL, Globales Adressbuch) aus. Wenn dort nun nur die Postfächer drin stehen, die migriert werden sollen, dann wird der Rest einfach ignoriert.

Um jetzt ein Postfach aus der GAL zu entfernen, gibt es zwei Wege:

    1. Das Postfach öffnen und den entsprechenden Haken setzen:
    2. Die Änderungen (vor allem bei vielen Postfächern) durch PowerShell erledigen lassen:
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Get-Mailbox | Set-Mailbox -HiddenFromAddressListsEnabled $true 
Get-DistributionGroup | Set-DistributionGroup -HiddenFromAddressListsEnabled $true

Get-Mailbox | Set-Mailbox -HiddenFromAddressListsEnabled $true Get-DistributionGroup | Set-DistributionGroup -HiddenFromAddressListsEnabled $true

Mit der PowerShell-Variante werden ALLE Postfächer und Verteiler aus dem Adressbuch entfernt. Danach können die gewünschten Postfächer wieder händisch hinzugefügt werden. Nach der (Test)Migration sollte man dann nicht vergessen, die Postfächer wieder im Adressbuch sichtbar zu machen:

 

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Get-Mailbox | Set-Mailbox -HiddenFromAddressListsEnabled $false 
Get-DistributionGroup | Set-DistributionGroup -HiddenFromAddressListsEnabled $false

Get-Mailbox | Set-Mailbox -HiddenFromAddressListsEnabled $false Get-DistributionGroup | Set-DistributionGroup -HiddenFromAddressListsEnabled $false

 

Auf dem Bild ist zu sehen, dass nur 2 (von insgesamt deutlich mehr) Postfächern synchronisiert wurden!

 

Wichtig ist noch, dass Benutzer, die bereits in Office 365 von Hand angelegt wurden (! – wichtig, das geht nicht bei synchronisierten Benutzern – !), nicht gelöscht werden müssen! Die Cutover-Migration kann diese einfach mit dem passenden Postfach vom Exchange-Server verbinden und auffüllen. Wichtig ist dazu nur, dass der O365-Account als primäre Mailadresse die selber hat wie auf dem Exchange-Server und eben noch keine AD-Attribute synchronisiert wurden.

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Office 365 und Exchange Server – nützliche PowerShell-Schnipsel

Im folgenden möchte ich euch einige Code-Schnipsel für die PowerShell zur Verfügung stellen, die das Arbeiten mit Office 365 bzw. einem Exchange Server mittels PowerShell erleichtern sollen. Dabei ist immer kurz angegeben, was der Code macht.

Der Artikel wird regelmäßig ergänzt und erweitert.

Allgemein

Verbinden der PowerShell mit Office 365:

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Import-Module "PFAD-ZUR-EXCHANGE-PSM-DATEI.psm1" 
$credential = Get-Credential -UserName "USER@DOMÄNE.DE" -Message "Bitte das Passwort für O365 eingeben!" 
$ExchangeSession = New-PSSession -ConfigurationName Microsoft.Exchange -ConnectionUri https://ps.outlook.com/powershell -Credential $credential -Authentication Basic -AllowRedirection 
Import-PSSession $ExchangeSession -AllowClobber >> $null

Import-Module "PFAD-ZUR-EXCHANGE-PSM-DATEI.psm1" $credential = Get-Credential -UserName "USER@DOMÄNE.DE" -Message "Bitte das Passwort für O365 eingeben!" $ExchangeSession = New-PSSession -ConfigurationName Microsoft.Exchange -ConnectionUri https://ps.outlook.com/powershell -Credential $credential -Authentication Basic -AllowRedirection Import-PSSession $ExchangeSession -AllowClobber >> $null

Verteiler / Distribution Groups

Auflisten aller Verteiler:

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Get-DistributionGroup

Get-DistributionGroup

Mitglieder (Postfächer) eines bestimmten oder mehrerer Verteiler(s) auflisten:

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$Mailbox = Get-Mailbox "Haiko Hertes" 
$DN=$Mailbox.DistinguishedName 
$Filter = "Members -like ""$DN&""" 
Get-DistributionGroup -ResultSize Unlimited -Filter $Filter

$Mailbox = Get-Mailbox "Haiko Hertes" $DN=$Mailbox.DistinguishedName $Filter = "Members -like ""$DN&""" Get-DistributionGroup -ResultSize Unlimited -Filter $Filter

Mitglieder (Kontakte) eines bestimmten oder mehrerer Verteiler(s) auflisten:

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$Mailbox = Get-MailContact "*KONTAKTNAME*" 
$DN=$Mailbox.DistinguishedName 
$Filter = "Members -like ""$DN""" 
Get-DistributionGroup -ResultSize Unlimited -Filter $Filter

$Mailbox = Get-MailContact "*KONTAKTNAME*" $DN=$Mailbox.DistinguishedName $Filter = "Members -like ""$DN""" Get-DistributionGroup -ResultSize Unlimited -Filter $Filter

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Microsoft bietet 4 kostenlose Zertifizierungsprüfungen für Azure und Office365

Microsoft bietet einem Blog-Beitrag von Andrew Parson zufolge aktuell für Prüfungen über Prometric kostenlos an. Damit lassen sich 2 Zertifizierungen erreichen:

Für den Microsoft Certified Specialist in Azure muss mindestens eine dieser beiden Prüfungen abgelegt werden:

  • 70-532: Developing Microsoft Azure Solutions

  • 70-533: Implementing Azure Infrastructure Solutions

Um den Microsoft Certified Solutions Associate in Office 365 zu erreichen müssen die beiden folgenden Prüfungen abgelegt werden:

  • 70-346: Managing Office 365 Identities and Requirements

  • 70-347: Enabling Office 365 Services

Die Voucher zum kostenlosen Ablegen der Prüfungen können von hier bezogen werden: http://borntolearn.mslearn.net/goodstuff/p/mcp.aspx

Das Angebot ist nur begrenzt gültig und maximal bis zum 31. Dezember 2014 verfügbar – schnell sein ist also die Devise!

PS: 70-532 ist ein Beta-Examen!

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