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Schlagwort: USA

Erster Bericht über die TechEd North America 2014

Vom 12. bis 15. Mai 2014 fand in Houston, Texas die diesjährige Microsoft TechEd North America statt. Dies ist die größte Konferenz zu Microsoft-Produkten, im Schwerpunkt im ITPro-Bereich. Dieses Jahr wurde die TechEd mit dem MMS (Microsoft Management-Summit) zusammengelegt.

(Abbildung: Die Keynote wird von einer lokalen Band eingeleitet, welche moderne Rock- und Pop-Songs auf klassischen Instrumenten interpretierte)

Die Keynote, gehalten von Corporate VP Brad Anderson, gab einen recht guten Überblick über Microsofts aktuelle Strategie – es geht massiv um die Themen “Cloud” (Azure) und “People Centric IT” (hier z.B. Themen wie “Bring your own device” (BYOD) und die Anbindung von Nicht-Microsoft-Systemen an Microsoft-Landschaften). Das Motto war “Mobile-first, cloud-first world”. Weiterhin wurden einige Neuerungen für Azure angekündigt bzw. an diesem Tag freigegeben (z.B. “Express Route”, “Azure Files”, “Azure Site Recovery”, VMs neuer Größe, …). Glücklicherweise konnte ich einen der letzten Plätze erreichen. Der Raum, der zur Verfügung stand, reichte gefühlt gerade für die Leute, die ihre Hotels im direkten Umfeld des Convention-Centers hatten und somit nicht auf die Shuttle-Busse angewiesen waren, die sich jeden Morgen durch den Stau quälen mussten.

(Abbildung: Microsoft Corporate Vice President Brad Anderson on-stage während der Keynote)

Es gab 6 Tracks zu den Themen

  • “Data Plattform and Business Intelligence” (Datenbanken),
  • “Datacenter and Infrastructure Management” (Windows Server, System Center, Virtualisierung, PowerShell),
  • “Developer Plattform and Tools” (Entwickler),
  • “Office Servers and Services” (Office, Office 365, Exchange, Lync, Sharepoint),
  • “People-Centric IT” (Quer-Beet),
  • “Windows, Phone and Devices” (Windows 8.1, Windows Phone, App-V)

Die ca. 12.000 Teilnehmer (Es gibt keine offiziellen Angaben, zahlen schwanken zwischen 11.000 und 13.000) verteilten sich erstaunlich gut über die ca. 400 verschiedenen Sessions, welche von den unterschiedlichsten Personengruppen (Microsoft Product-Manager, Microsoft Technical Evangelists, Microsoft Technical Fellows (Also Nicht-MS-Mitarbeiter, die sehr stark mit Microsoft-Themen verbunden sind), MVPs, Drittanbieter) gehalten wurden. Obwohl es ständig Schlangen gab, insbesondere beim Essen und an den Toiletten, hat man es dennoch geschafft, diese völlig ausverkaufte Veranstaltung logistisch ganz ordentlich abzuwickeln.

Parallel zu den Sessions gab es im Erdgeschoss ständig die Möglichkeit, sich auf der TechExpo mit verschiedenen Microsoft-Partner-Firmen über deren Produkte und Lösungen aus dem Microsoft-Umfeld zu unterhalten. Zusätzlich konnte man in Hands-On-Labs oder Instructure-Lead-Labs erste praktische Erfahrungen mit neueren Microsoft-Produkten zu sammeln. Weiterhin gab es die Möglichkeit, zu reduzierten Preisen Microsoft-Prüfungen für eine Zertifizierung abzulegen.

Ein Highlight waren aus meiner Sicht vor allem die Sessions der MVPs, die im Stil von “Lessions Learned” ihre Erfahrungen mit den aktuellsten Microsoft-Produkten aus dem Einsatz in größeren Szenarien weitergaben. Dieses Sessions waren stets gut besucht, vollgepackt mit Know-How und nicht zuletzt auch sehr unterhaltsam. Eine der Sessions (PCIT-B410) wurde von 5 MVPs gehalten (“How many MVPs does it take to get a Powerpoint started?” war nach ersten Startschwierigkeiten im Twitter zu lesen), Thema war der System Center Configuration Manager. Hier saßen ca. 1000 SCCM-Administratoren in einem Raum – eine unglaubliche Fülle von Wissen, ergänzt durch die Ausführungen der MVPs Kent Agerlund, Johan Arwidmark, Greg Ramsey, Jason Sandys und Steve Thompson.

(Abbildung: Die MVPs von PCIT-B410 hatten sichtlich Spaß!)

In einem weiteren Beitrag werde ich in naher Zukunft noch auf einige Inhalte eingehen, welche ich von der Konferenz “mitgenommen” habe.

Alle Sessions können unter http://channel9.msdn.com/Events/TechEd/NorthAmerica/2014?direction=asc#tab_sortBy_day  als PPTX und MP4 heruntergeladen werden.

Zu Houston selber muss man leider sagen: Das ist keine Stadt, die man als Tourist gesehen haben muss. Abgesehen von den zum Teil extrem heißen Temperaturen gibt es nicht viel zu sehen. Außerhalb kann man das NASA Space Center besichtigen, in der Stadt selber gibt es einen recht hübschen Zoo und einige nette Museen. Ansonsten ist insbesondere am Abend und am Wochenende nichts los, die Texaner selbst raten einem, bei Dunkelheit nicht mehr auf die Straße zu gehen.

(Abbildung: Die Skyline von Downtown Houston, betrachtet aus Richtung Brown Convention Center)

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Ein Tag in der U.S. Botschaft

Heute hatte ich für 09.45 einen Termin in der U.S. Botschaft, um mein Visum zu bekommen. Also war ich pünktlich 09.45 in Berlin vor der Botschaft, um dort festzustellen, dass ich scheinbar nicht der einzige war, dem man für 09.45 einen Termin gegeben hatte. Nach Nachfragen bei einzelnen Personen stellte sich jedoch herraus, das einige einen Termin vor einer Stunde, einige erst in einer halben Stunde hatten. Man nahm es hier also mit den Terminen nicht so genau. Während der Warterei in der Schlange habe ich mich mit dem einen oder anderen Visabewerber unterhalten und wir haben so manchen „komischen Vogel“ erlebt („Braucht man hier Dokumente?“, „Ich habe einen Termin in der Frankfurter Botschaft, aber das ist mir zu weit…“ und dergleichen). Alle 5 Minuten (gefühlt waren es 10) durften ca. 5 Leute in die Botschaft. Nach fast 2 Stunden waren dann auch wir drin – nachdem wir natürlich einer Sicherheitskontrolle unterzogen wurden. Handys, Laptops oder gar so gefährliche Gegenstände wie USB-Sticks durften natürlich nicht mit in die Botschaft – aber es gab auch niemanden, der die Gegenstände verwahrt hätte. Einige in der Schlange wussten das nicht, bekamen aber den Tip, das ein Kiosk eine paar Straßen die Sachen wohl aufbewahrt – ob man sie auch wiederbekommt?

Wir hatten ja geglaubt, dass es, sobald man erstmal im Gebäude ist, schnell gehen würde. Doch da hatten wir uns geirrt, es hiess wieder Schlangestehen. Nachdem wir kurz erläutert bekommen hatten, was zu tun war, mussten wir die notwendigen Dokumente in einer bestimmten Reihenfolge in den Reisepass tun. Die Dokumente wurden dann von einer Mitarbeiterin auf Vollständigkeit geprüft. Während man in der Schlange stand, wurde man von dem scharfen Auge einer Sicherheitskraft (weiblich) beobachtet, die den einen oder anderen auch mal scheinbar grundlos an das Ende der Schlange zitierte oder sonst wie „von der Seite anmachte“. Als nächste Station wurden die Dokumente von einer Mitarbeiterin entgegengenommen und nocheinmal auf Vollständigkeit geprüft. Danach musste man sich wieder in die Schlange stellen. Kurz vor 13 Uhr hatte ich dann endlich mein Visa-Interview, bei dem zuerst die FIngerabdrücke aller Finger genommen wurden und dann ein paar Fragen gestellt wurden (z.B. ob das Praktikum bezahlt wird, wobei das alles in den Dokumenten steht). So dauerte das eigentliche Interview keine 5 Minuten, wurde komplett in Deutsch gehalten und enthielt nur Fragen, die auch durch die Dokumente beantwortet wurden. Naja… Das war also mein Tag in der US Botschaft. In ca. einer Woche bekomme ich meinen Pass dann per Post mit dem Visum.

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Visum rückt in greifbare Nähe

Nachdem ich den ganzen Papierkrieg und die eine oder andere höhere Gebühr hinter mir habe, fahre ich nun am Dienstag in die US-Botschaft nach Berlin, um dort das abschliessende Visum-Interview zu haben. Ich hoffe, dass es dort keine Komplikationen gibt. Danach werde ich mich wohl um die Buchung meines Fluges kümmern und mich nach einer Wohnung in Reston umsehen. Davon werde ich natürlich weiter berichten…

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