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Monat: November 2013

Windows 8.1 als WLAN-Hotspot nutzen

Windows 8.1 hat eine einfache Möglichkeit an Board, eine bestehende Internetverbindung (z.B. 3G/UMTS) über WLAN mit bis zu 10 Geräten zu teilen. Diese Möglichkeit kann man mit passender Software auch schon in älteren Windows-Versionen nutzen, dort lautet das Stichwort “ICS” (Internet Connection Sharing). Hier ist die Einrichtung aber nicht ganz so einfach wie unter Windows 8.1. Dort existiert nämlich eine tiefere Einbindung von UMTS-Verbindungen in das Betriebssystem. Das Ganze wird dort als “Mobile Broadband” bezeichnet. Damit das Freigeben der Verbindung über WLAN klappt, benötigt man ein UMTS-Gerät mit NDIS 6.3 kompatiblem Treiber. Das lässt sich im Zweifelsfall per PowerShell-Kommando abfragen:

Get-NetAdapter | Select Name, NdisVersion

Um die UMTS-Verbindung freizugeben, müssen sowohl die WLAN-Verbindung als auch die UMTS-Verbindung eingeschalten sein:

hotspot1

Danach muss die “Mobile Broadband” Verbindung geöffnet werden. Dies geschieht über “Change PC setting” / “PC-Einstellungen ändern” ([WIN]+[I]), dort unter “Network” / ”Netzwerk”:

Dort kann das Freigeben der Verbindung aktiviert werden (“Share this connection” / ”Diese Verbindung freigeben”):

Dazu ist einfach der Schieber auf “on” zu bewegen. Die standardmäßige SSID entspricht dem Hostnamen, kann aber, ebenfalls wie das (zufällig generierte) Kennwort über den “Edit”-Button geändert werden.

Bis der Hotspot auf anderen WLAN-Geräten zu sehen kann eine Weile dauern (bis zu 30 Sekunden). Danach kann die Verbindung genutzt werden.

Dabei ist zu beachten, dass bei einem Verbindungsabbruch der UMTS-Verbindung standardmäßig kein Wiederverbinden stattfindet. Dies lässt sich aber so einstellen:

Weitere Informationen siehe hier:

http://windows.microsoft.com/de-DE/windows-8/mobile-broadband-from-start-to-finish#

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SCVMM und Orchestrator im Zusammenspiel: Ein kleines Beispiel

Das die Produkte der System Center Familie gut zusammenarbeiten ist sicher recht bekannt. Wie sich das aber im Einzelnen gestaltet oftmals nicht. Daher möchte ich hier an einem kleinen Beispiel verdeutlichen, wie die einzelnen Schritte aussehen.

Das Beispiel soll folgendes tun:

  • Ein Orchestrator 2012 R2 Runbook überwacht den IIS-Dienst auf einer virtuellen Maschine (direkt, ohne SCOM; würde aber natürlich auch mit SCOM gehen)
  • Fällt der IIS-Dienst aus, versucht Orchestrator, diesen neu zu starten
  • Misslingt der Neustart des Dienstes, so wird die gesamte VM neugestartet (allerdings “von aussen”)
  • Nach dem Neustart wird erneut der IIS geprüft
  • Läuft der IIS-Dienst immer noch nicht, so wird die VM heruntergefahren und mit Hilfe von SCVMM eine neue Webserver-VM provisioniert

Im Einzelnen sind folgende Schritte nötig:

  1. SQL-Datenbank-Server installieren
  2. Zielsysteme für SCVMM und Orchestrator vorbereiten
  3. SCVMM und Orchestrator installieren (dürfen auf einem System gemeinsam laufen, müssen aber nicht)
  4. Integration-Pack für SCVMM beim Orchestrator einbinden. Dazu dient der “Deployment Manager”:

Die Runbooks kann man bei Microsoft aus dem TechNet beziehen. Nach dem Download müssen sie registriert und dann auf den Runbook Server bereitgestellt werden.

5. Konfiguration des Integration Packs im Runbook Designer:

Hierbei müssen die Verbindungsdaten zum SCVMM eingegeben werden.

6. Nun kann ein neues Runbook erstellt werden und mit den passenden Widgets bestückt und diese “verdrahtet” werden:

Zum Einsatz kommen hier im Beispiel folgende Widgets (vom Anfang zum Ende aufgezählt):

a) Überwachung / Dienststatus abrufen

b) System / Dienst starten/beenden

c) SC 2012 Virtual Machine Manager / Shut Down VM

d) SC 2012 Virtual Machine Manager / Start VM

e) Überwachung / Dienststatus abrufen

f) SC 2012 Virtual Machine Manager / Shut Down VM

g) SC 2012 Virtual Machine Manager / Create VM from Template

 

Die Einstellungen der jeweiligen Widgets möchte ich nun hier noch kurz zeigen:

Widget a)

Schleife um a)

Der Link zwischen a) und b)

Widget b)

Link zwischen b) und c)

Widget c)

Widget d)

Widget e) und f) analog zu den Widgets a) und c)

Widget g)

Wenn das Runbook fertiggestellt ist, kann es getestet werden. Dazu muss es ausgecheckt werden und anschliessend der Runbook-Tester gestartet werden:

Im Runbook-Tester wird das Runbook mitunter etwas anders optisch dargestellt:

Nach einem Klick auf “Ausführen” oben links startet das Runbook und arbeitet die einzelnen Schritte ab. Hier kann man u.a. sehen, dass weder der Neustart des Dienstes noch der Reboot der VM einen Erfolg brachten und daher nun eine neue VM erzeugt wird:

Dies lässt sich auch im SCVMM nachvollziehen:

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Hyper-V und USB-Datenträger

Oft liest und hört man, dass Hyper-V nicht mit USB-Datenträgern umgehen kann/könne. Dies wird mit der Generation-2-VM unter Windows Server 2012 R2 (Hyper-V 4.0) anders. Dort ist es dank des “Erweiterten Sitzungsmodus” möglich, eine Hyper-V VM auch ohne Netzwerk per RDP anzusprechen und dabei auch Laufwerke mitzunehmen.

Aber: Auch unter den älteren Hyper-V-Versionen bzw. auch bei Generation-1-VMs lassen sich USB-Datenträger mit in die VM “hineinreichen”. Dies klappt allerdings leider nur dann, wenn sich der Datenträger als Festplattenlaufwerk präsentiert (i.A. also bei USB- und Firewire-Festplatten). Dazu muss folgendermaßen vorgegangen werden:

1. Datenträger am Host-System über die Datenträgerverwaltung offline schalten:

(Die Datenträger-Verwaltung erreicht man bei Windows 8 bzw. dem Server 2012 am einfachsten mit [WIN]+[X])

Dann kann man per Rechtsklick auf den gewünschten Datenträger diesen offline schalten:

2. Den Datenträger als Pass-Through-Disk an die Hyper-V VM als neues Laufwerk anbinden:

(Da Hyper-V mit dem SCSI-Controller auch hotplug-fähig ist, klappt dies sogar, während die VM läuft)

Statt einer vorhandenen virtuellen Festplatte wählt man eben unten eine physische Festplatte aus; hier werden nur Datenträger zur Auswahl angeboten, die beim Host offline sind.

3. Datenträger an der VM online schalten und benutzen:

In der Datenträgerverwaltung des Gast-Systems taucht nun eine Festplatte auf, die aber noch offline ist. Analog zum Offline-Schalten im ersten Schritt erfolgt hier nun die Online-Schaltung:

 

Anschließend steht die USB-Festplatte in der Gastbetriebssystem-Umgebung zur Verfügung:

Vor dem Trennen der USB-Platte sollte diese sauber (den bisherigen Weg rückwärts) ausgehangen werden, um Datenverlust o.ä. zu vermeiden.

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