Haikos Blog Blog von Haiko Hertes zu allen Themen rund um Microsoft und Datacenter

24Feb/150

SCCM 2012 R2: Linux-Systeme hinzufügen

Da ich in der letzten Zeit immer wieder gefragt wurde, wie man einen Linux-Computer zur Verwaltung von SCCM hinzufügen kann, möchte ich dies hier kurz darstellen.

Zunächst benötigt man hierzu die Installationsquellen für den Configuration-Manager-Client für Linux bzw. Unix. Diese lassen sich über den Splash-Screen der SCCM-DVD besorgen:

linux01

Über diesen Link gelangt man (je nach Sprache) auf einer Microsoft-Webseite, z.B. dieser:

http://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=39360

linux02

Beim Klick auf “Herunterladen” steht noch die Wahl, welche Version benötigt wird:

linux03

Die heruntergeladene EXE-Datei muss nun noch mittels Doppelklick entpackt werden:

linux04  linux05

Nach dem Entpacken müssen die Dateien auf das gewünschte Linux-/Unix-System kopiert werden. Beispielhaft verwende ich dazu SSH:

linux06

Nach dem Kopieren der Dateien muss die Datei “install” noch ausführbar gemacht werden. Dies geschieht mittels

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chmod +x install bzw. sudo chmod +x install

linux07

Nach diesem Vorgang kann die Installation gestartet werden. Als Parameter sind der Name eines Management-Point-Servers, der Site-Code sowie die notwendige Linux-Version anzugeben:

linux08

In meinem Fall lautet der Aufruf:

1
./install –mp srv1.kurs.intern –sitecode PS0 ccm-Universalx64.tar

Sobald die Installation komplett ist, muss der Client noch im SCCM genehmigt werden:

linux09

linux11

linux12

Nun ist der Client im SCCM registriert. Das lokale Logfile des Clients befindet sich unter

/var/opt/microsoft/scxcm.log

Dieses kann z.B. mit Hilfe des Aufrufs

1
tail -F /var/opt/microsoft/scxcm.log

beobachtet werden.

Will man nun z.B. einen Policy-Abruf oder einen Hardware-Inventur-Zyklus erzwingen, ist dies mit den Aufrufen

1
/opt/microsoft/configmgr/bin/ccmexec -rs policy

bzw.

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/opt/microsoft/configmgr/bin/ccmexec -rs hinv

möglich.

Bei Bedarf kann man sich z.B. noch eine Gerätesammlung für alle Linux-/Unix-Systeme anlegen. Als begrenzende Sammlung verwendet man sinnvollerweise “Alle Systeme”. Die Mitgliedschaft lässt sich mit der Abfrageregel auf “Systemressource / Betriebssystem-Name und –Version” realisieren:

linux16  linux17  linux18

Viel Spaß beim Ausprobieren!

10Feb/150

Windows Server Technical Preview / vNext: “Soft Restart” funktioniert (noch) nicht

Die aktuelle Build 9841 des kommenden Windows Server (aktuell als “vNext” bezeichnet, vermutlich später “Windows Server 2016”, da erst Mitte 2016 erscheinen wird) bringt neben einigen anderen neuen Funktionen auch ein Feature “Soft Restart” mit:

soft01

Unabhängig davon, ob es installiert ist oder nicht, stehen sowohl in der CMD via shutdown.exe als auch in der PowerShell passende Optionen zur Verfügung:

soft02

soft03

Von den Funktionen erwarte ich mir, dass sie den Server neustarten, ohne die gesamte Hardware neu starten zu müssen (verbunden mit den ganzen POST-Checks und co., RAID-Controller und alles was beim Booten eben so auf einem Server Zeit kostet). Dadurch sollte der Reboot auch deutlich schneller sein, was auch Downtimes nach Updates deutlich verkürzen würde.

Leider haben beide Schalter (“shutdown.exe /soft” und “Restart-Computer –Soft”) in der aktuellsten freien Build (9841) noch keine Auswirkung und zeigen auch keinerlei Verkürzung der Boot-Zeit.

Auch nach der Installation des Features und dem dadurch notwendigen Reboot ändert sich nichts. Schade. Also abwarten…