Haikos Blog Blog von Haiko Hertes zu allen Themen rund um Microsoft und Datacenter

27Sep/100

Wehrübung zuende / Wochenend-Trip nach London / Hund

Lange her, dass ich hier was geschrieben habe. Und daher ist auch recht viel passiert in der Zwischenzeit. Aber mal von Vorne:

Meine Wehrübung (seit April 2010) geht nun nach fast 6 Monaten zuende - 6 Monate, in denen ich 2 AGA-Durchgänge in verschiedenen Funktionen (Ausbilder, Gruppenführer, Stlv.Zugführer,...) begleitet habe. Eine schöne, aber oft auch anstrengende Zeit. Wenn möglich, möchte ich nächstes Jahr gern noch ein Quartal machen. Mal sehen...

Dann waren wir vor 2 Wochen in London - ein Kurztrip. Flug via Ryanair: 7€, Hotel zwischen Flughafen und Innenstadt: 120€, zu wissen, dass Nachts keine U-Bahn fährt BEVOR man den Bus bucht: Unbezahlbar 🙂 Nein, im Ernst: War ein kurzes, aber schönes, spannendes Wochenende in Londo. Fotos siehe unten...

Und am Sonntag unseres London-Rückfluges haben wir dann auch gleich unsere Kimba aus dem Tierheim abgeholt. Der Schäferhund-Mischling mit den Riesen-Ohren wohnt nun 2 Wochen bei uns und hat sich gut eingelebt. Auch davon ein paar Fotos...

Am Freitag ist dann mein erster Arbeitstag bei PC-Ware. Ich bin gespannt...

veröffentlicht unter: Allgemein, Urlaub keine Kommentare
5Sep/090

Urlaubsbericht

BEFINDET SICH NOCH IN DER ÜBERARBEITUNG - INHALTLICH WEITESTGEHEND FERTIG!

Hier möchte ich den Verlauf meines Urlaubs tagebuchartig darstellen. Vorher einige Fakten:

Wann? 18.08.2009 bis 02.09.2009

Wohin? Italien, Rom bis Neapel

Wer? Meine Freundin Karen und ich

Ausrüstung:

Rucksäcke

  • 80 L Rucksack Lowe Alpine Vision für mich
  • 100 L Armee-Rucksack mit 2x 10 L Daypacks für Karen
  • 2 Tatonka Rucksack-Schutzsäcke
  • Diverse Gepäckgurte

Schuhe

  • Lowa Renegade GTX Mid für mich
  • Turnschuhe für Karen
  • Für jeden ein paar Teva Hurricane Trekkingsandalen

Schlafen

  • 3-Personen-Zelt moorhead Ontario III (ca. 3.5kg)
  • 2x3m Gewebeplane (unters Zelt)
  • 2 Schlafsäcke "Royalbeach One-Kilo-Bag", jeweils ca. 650g schwer
  • Diverse Reepschnüre und Leinen
  • kleinen Schloss

Verpflegung

  • US-Army-Kochgeschirr
  • Esbit-Klappkocher und Esbit-Brennstoff (Gas ist im Flugzeug nicht zugelassen)
  • 2x Camping-Besteck
  • 2x Schweden-Falt-Becher
  • Edelstahl-Tasse (zum erhitzen von Wasser auf dem Kocher)
  • Feuerzeug und Streichhölzer
  • Schnellreis
  • Kartoffelbrei
  • BW-EPa-Essen
  • Hartkekse
  • Teebeutel
  • Kaffe und Cappuchino aus der Tüte
  • Zucker und Gewürze
  • reichlich Müsliriegel
  • Bananenchips
  • Studentenfutter
  • Camelbak und jeden Tag zwischen 6 und 8 L Wasser für uns beide (eigentlich zu wenig)

Tools

  • Messer
  • Kompass
  • Edding
  • Tape
  • Kabelbinder
  • Nähzeug
  • Flicken
  • LED-Taschenlampe plus Stirnlampe
  • einene Satz Ersatz-Batterien
  • ein paar Müllbeutel und Gefrierbeutel

Kleidung

  • Trekkinghosen mit ZippOff-Hosenbeinen
  • T-Shirts und andere Oberteile
  • Funktionssocken und Unterwäsche
  • Badekleidung
  • 2 Badetücher
  • 2 kleine Outdoor-Handtücher
  • Sonnenhüte
  • je eine Regenjacke (nicht gebraucht)

Hygiene u.ä.

  • Waschbeutel mit dem Nötigsten
  • Sonnencreme und Apres-Lotion
  • Pantenol-Spray
  • Autan
  • Rasierer
  • Toilettenpapier
  • Erste-Hilfe-Tasche mit einigen Medikamenten (Schmerztabletten, Durchfalltabletten, Sportsalbe, Blasenpflaster und ähnliches)

Elektronik

  • Handy plus Ladekabel
  • Sony Alpha 200 ink. 18-70mm und 70-300mm Objektiven, 2. Akku und 2x 4GB Speicherkarte
  • GPS (für den Fall der Fälle)

Sonstiges

  • Ortlieb-Sack (z.b. für die Kamera)
  • Notizbuch + Kuli

Di. 18.08.2009

Nachdem wir gegen 3.00 Uhr nach Berlin losgefahren waren, erreichten wir unser zuvor gebuchtes Parkhaus problemlos und konnten unser Auto abstellen und unsere Rucksäcke fertig machen. Vom Parkhaus waren es nur wenige Meter zum CheckIn-Bereich von EasyJet. Dort haben wir unsere Rucksäcke in die Schutz-Säcke verpackt und mittels Gurtbändern verzurrt. Der CheckIn verlief schnell und reibungslos, ebenso die anschliessende Sicherheitsüberprüfung. Danach haben wir ca. eine Stunde im Transit-Bereich gewartet, bis wir dann gegen 6.45 Uhr boarden konnten und gegen 07.00 Uhr abhoben. Nach einem recht angenehmen Flug landeten wir gegen 09.00 Uhr in Roma Ciampino. Direkt am Flughafen haben wir jeder einen "Roma-Pass" gekauft. Dieser kostete jeweils 22 Euro und versprach kostenlosen Eintritt zu 2 Museen nach Wahl, 50% auf jedes weitere Museum sowie frei Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr. Mit dem Bus ging es dann vom Flughafen zur Metro-Station "Anagnina" und von dort mit einem anderen Bus weiter zum Hotel (am Flughafen hatte man uns die falsche Buslinie genannt, glücklicherweise konnten wir uns aber an der Metro-Station mit Händen und Füssen verständigen und hatten einen freundichen Römer gefunden, der uns half.

Am Hotel "Arcadia" angekommen, stellten wir fest, das wir eigentlich 2 Stunden zu früh da waren. Man bat uns aber an, statt einem Zimmer mit Doppelbett ein Zimmer mit 2 Einzelbetten zu nehmen und dafür sofort ins Zimmer zu können. Da wir den Tag ja für Besichtigungen nutzen wollten war uns das sehr recht, zumal die beiden Betten problemlos an einander zu schieben waren. Das Zimmer war in Ordnung, nicht übermäßig toll, aber für den Preis von 40 Euro, die wir schon lange vorher bezahlt hatten OK (vor Ort hätte das Zimmer über 100 Euro gekostet). Das Bad war sauber und auch sonst gab es nichts zu meckern. Nach dem wir uns Gepäck abgelegt und uns frisch gemacht hatten, verließen wir das Hotel. Direkt nebenan gab es einen Supermarkt an dem wir uns mit einem kleinen Mittagsimbiss und reichlich Wasser ausrüsteten. Dann ging es mit dem Bus zur Anagnina und von dort mit der Metro in Richtung Vatikanisches Museum. Dort haben wir unsere Hosenbeine an die Hose gezippt und Karen musste sich auch eine Jacke über die Schultern ziehen. An der Kasse dann eine Enttäuschung: Der als so toll angepriesene Roma-Pass wurde im Vatikan-Museum nicht akzeptiert. Daher zahlten wir 22.00 EUR (14 für Karen und 8 für mich als Studenten). Dafür brauchte man aber keine Foto-Erlaubnis kaufen. Wenigstens etwas...

Das Museum selber war recht groß und man konnte viel sehen, u.a. viele Statuen, Fresken, Teppiche und anderes. Ausserdem war es klimatisiert, was angesichts der Aussentemperaturen auch nicht zu verachten war.

Nachdem wir das Museum besichtigt hatten, haben wir uns noch den Petersplatz angeschaut. Ein wahnsinnig schöner, großer Platz, nur leider gibt es hier reichlich lästige Tauben!

Vom Peterplatz aus begaben wir uns mit der Metro zum Circus Maximus. Hier gab es leider bis auf einen Bauzaun und einige Steine nicht mehr viel zu sehen. Daher setzen wir unseren Weg recht schnell fort zum Fourm Romanum bzw. dem Palatin. Hier wurde unser Roma-Pass als Eintrittskarte akzeptiert! Durch die Anhöhe hatten wir einen tollen Blick auf das Forum.

Anschliessend besichtigten wir das direkt daneben befindliche Colloseum. Auch hier wurde der Roma Pass akzeptiert und wir mussten uns nicht in der ewigen Kassen-Schlange anstellen.

Nachdem wir das Collosseum verlassen hatten, begaben wir uns zurück zur Metro und dann zum Hotel. Dort haben wir dann noch Postkarten an unsere Familie und Freunde geschrieben.

Mi. 19.08.2009

Nach dem Aufstehen und der Morgenhygiene genossen wir uns kontinentales Frühstück umd dann frisch gestärkt mit unseren Rucksäcken zur Anagnina aufzubrechen. Von dort fuhren wir mit dem Bus nach Albano Laziale, da unser nächstes Hotel dort sein sollte und wir dort auch den See sowie Castel Gandolfo, die Sommerresidenz des Pabstes, besichtigen wollten. Leider stellte sich heraus, dass das Hotel nicht direkt in Albano Laziale, sondern ca. 10km ausserhalb war. Als wir es dann aber gefunden hatten, waren wir recht begeistert. Das 4-Sterne-Hotel hatte eine wunderschöne Lobby und auch unser Zimmer war (zumindest auf den ersten Blick) absolute Spitze. Es war riesig und aus hochwertigen Möbeln und Materialien. Nur auf den zweiten Blick fanden wir etwas Schimmel im Bad, was aber in Italien selbst in den teuersten Hotels normal sein soll aufgrund des Klimas.

Nach dem Einchecken begaben wir uns zu Fuß in Richtung Castel Gandolfo. Mittlerweile war es Mittag und unerträglich heiss. Daher kam es uns nur recht, das eine Frau mit ihrem Auto anhielt und anbot, uns ein Stück mitzunehmen. Am Ende brachte sie uns direkt dorthin, wo wir letzten Endes hin laufen wollten. Von dort war es noch ein kurzer Weg bis zum Castel. Von hier oben hatte man ausserdem einen super Ausblick auf den See "Lago Albano".

Castel Gandolfo war eine kleine Gemeinde, die neben der Pabst-Residenz auch noch einige kleine Geschäfte in kleinen Gassen zu bieten hatte. Ausserdem haben wir hier ein leckeres Eis genossen.

Nachdem wir dir Ortschaft besichtigt hatten, begaben wir uns hinunter an den See. Nachdem wir unsere Füße ins Wasser gesteckt hatten, suchten wir eine Pizzaria, da langsam Hunger bei uns aufkam. Die erste Pizzaria hatte zwar offensichtlich geöffnet, etwas zu essen gab es aber (noch) nicht. Und dabei war es nach 17.00 Uhr. Sehr schnell mussten wir lernen, dass es in Italien selten vor 19.00 oder gar 20.00 Uhr Abendessen gibt, und daher die Lokale auch nicht eher öffnen. Daher mussten wir also hungrig zum Hotel zurücklaufen und uns dort etwas zu essen holen.

Do. 20.08.2009

Nach dem Aufstehen und der Morgenhygiene genossen wir im Freisitz im Innenhof ein leckeres Frühstück. Nachdem wir ausgecheckt hatten, fuhren wir nach Albano Laziale zurück, um dort zum Bahnhof zu laufen. Dort mussten wir leider feststellen, das in absehbarer Zeit kein Zug fahren würde. Also begaben wir uns zurück zur Buslinie. Hier stellte sich uns das Problem, an Bus-Tickets zu kommen. Grundsätzlich werden diese in Italien fast ausschliesslich in den Tabakläden (Tabacci) verkauft, nicht aber im Bus. Nuer hatten scheinbar alle diese Läden im Ort aufgrund der Ferien geschlossen. Erst nach langem fanden wir eine Bar, die auch derartige Tickets verkauft. Danach konnten wir endlich mit dem Bus nach Latina fahren. Dort sollte etwas ausserhalb der Stadt der erste Campingplatz liegen.

In Latina angekommen begaben wir uns in der Mittagssonne gen Süden, um dort die Stadt zu verlassen und zum Campingplatz zu gelangen. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen kurzen Imbiss im "Gasthof zur goldenen Möwe" zu uns genommen. Als wir nach einer schier endlos langen Straße den Ortsausgang erreicht hatten, mussten wir noch einige Kilometer laufen, ehe wir eine Tankstelle erreichten. Dort wollten wir Wasser kaufen, aber es gab keinen Shop o.ä. Glücklicherweise verkaufte eine nebenan gelegene Pizzaria auch Wasser in Flaschen, wenn auch zu hohen Preisen. Als wir uns nach dem Weg erkundigten, sagte man uns, wir müssten an der dritten Kreutzung links und das die 2. Kreutzung ein Kreisverkehr sei. DIe erste Kreutzung passierten wir recht früh - die zweite jedoch liess einige Kilometer lang auf sich warten. Irgendwann hatten wir aber auch diese und die dritte Kreutzung erreicht, von wo es dann nur noch ca. 1000m bis zum Campingplatz waren.

Auf dem Campingplatz "Seven Star" wurden wir recht freundlich begrüßt - allerdings sprach niemand Englisch oder gar Deutsch. Also mussten wir uns wieder mit Händen und Füßen sowie unserem Sprachführer verständigen. Nach dem unsere Daten aufgenommen wurden und wir bezahlt hatten (30 Euro), stellten wir unser Zelt auf und wollten dann im angepriesenen Swimming-Pool baden - dieser hatte jedoch schon geschlossen.

Zum Abendessen machten wir uns Raviolie und Indischen Reis aus dem EPa. Karen war zuerst sehr skeptisch, sowohl über das EPa als auch über den Esbit-Kocher. Doch diese Zweifel schwanden recht schnell und vor allem die Raviolie schmeckten ihr sehr gut - obwohl sie sonst Raviolie überhaupt nicht mag! Nach dem Essen noch unter die Dusche und dann schlafen.

Fr. 21.08.2009

Da wir bereits bei unserer Ankunft bezahlt hatten, konnten wir sehr zeitig abbauen und den Campingplatz verlassen. Danach mussten wir die ewig lange Straße zurück zur Tankstelle und von dort nach Borgo Grappe. Dort verbrachten wir die Mittagstunden mit lecker Pizza und dann auf einer Bank vor einer Kirche. Dann ging es mit dem Bus nach Sabaudia. Dort verliessen wir den Bus in der Ortsmitte, da wir nicht genau wussen, wo der Campingplatz zu finden war. Auf unserem Weg zum Meer gerunter kamen wir an eine Kirche an einem See. Dort wollten wir Pause machen. Ich sprach eine Frau an, die dort ein Buch las. Sie bat uns an, uns den Weg zu zeigen. Als sie merkte, dass wir kein Auto hatten, bat sie sogar an, uns zum Campingplatz zu fahren. Dieses Angebot konnten wir nicht ausschlagen! Auf der (doch recht langen) Fahrt stellte sich heraus, dass sie Englischlehrerin war, was erklärte, warum sie a) so gut Englisch sprach und b) so fürsorglich war, dass sie uns schlussendlich bis zur Rezeption auf dem Campingplatz begleitete, um auch ganz sicher zu gehen, dass wir dort einen Platz finden würden.

Auf dem Platz (Camping Sabaudia) fühlten wir uns sofort wohl! Alles war hübsch mit Pflanzen verziert, hohe Pfeiler trugen leichte Stoffdächer, um Schatten zu spenden und alles wirkte sauber. Also stellten wir unser Zelt auf; dabei mussten wir etwas mit dem harten Boden kämpfen, aber es ging. Als nächstes wollten wir nun endlich ins Meer - also ab in die Badesachen und die paar Schritte vom Platz bis zum Meer. Der Strand war herrlich! Sehr sauber und wirklich tolles Wasser.

Nach einem Ausgiebigen Bad im Meer waren wir duschen, um das Salzwasser ab zu bekommen und danach haben wir unsere Wäsche gewaschen. Dann ging es noch einmal ins Meer. Anschliessend schauten wir uns einen himmlischen Sonnenuntergang am Meer an. Zum Abendessen gönnten wir uns Pizza und Paste im Restaurant des Zeltplatzes. Danach ging es ins Bett...

Sa. 22.08.2009

Nach dem (recht zeitigen) Aufstehen und dem Waschen bauten wir das Zelt ab, verstauten die Ausrüstung und füllten unsere Wasservorräte im Mini-Markt des Camping-Platzes. Dann machten wir uns auf den Weg zum Busbahnhof. Von dort wollten wir nach Terracina fahren, allerdings fuhr scheinbar keiner der Busse dorthin, obwohl uns dies diverse Passanten versicherten. Einer der befragten Busfahrer meinte dann zu uns, wir sollten am besten mit ihm nach San Felice Circeo kommen und dann von dort nach Terracina weiterfahren. Gesagt, getan! In San Felice stellte der Busfahrer dann fest, dass sein Bus nach Terracina weiterfuhr! Praktisch für uns, allerdings war uns unklar, wieso die Busfahrer ihre eigene Route nicht kennen.

In Terracina konnte uns scheinbar niemand den Weg zum Campingplatz sagen und da es dort wenig zu sehen gab und wir damit rechnetetn, 2 Nächte zu bleiben (wegen des Wochenendes), entschieden wir uns, nach einem kurzen Mittagsimbiss gleich nach Sperlonga weiter zu fahren. Dort wollten wir uns in der Jugendherberge einquartieren. Der Busfahrer Mario, welcher ein wenig Deutsch sprach, wollte uns helfen und suchte für uns die Jugendherberge. Als er bereits fast aus Sperlonga raus war, schieckte er einen jungen Fahrgast, sich nach der Herberge zu erkundigen. Dabei mussten wir feststellen, das wir bereits etliche Kilometer daran vorbei waren. Also stiegen wir aus - am höchsten Punkt des Ortes, der Altstadt. Dort verbrachten wir die Mittagsstunden und hatten bereits einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung.

Nach der Mittagszeit begaben wir uns in die Stadt herunter. Da wir während der Pause via Internet den Preis der Herberge - 50 Euro für 2 Personen - herausgefunden hatten, dachten wir uns, ein Hotel könne nur unwesentlich teurer sein. Weit gefehlt! DIe meisten Hotels in Sperlonga waren sowieso ausgebucht, und selbst in einem 1-Sterne-Hotel hätte das kleinste Zimmer 119 Euro gekostet - also doch Jugendherber (Ostello per la Gioventu). Dort angekommen wurden wir von Antonio, dem Herbergsvater sehr freundlich begrüßt. Glücklicherweise waren noch genau 2 Betten frei - und das auch noch in einem 2-Bett-Zimmer. Perfekt! Zimmer kurz angeschaut, war zwar sehr klein, aber gemütlich und Alternativen hatten wir eh keine. Daher sollte es also dieses Zimmer sein. Bei den Formalitäten sagte mir Antonio das wir Glück hätten, denn das Zimmer sei eigentlich reserviert gewesen aber der Gast hatte abgesagt. So wollten wir also 2 Nächte hier bleiben, da der Ort wunderschön war und auch am Wochenende einige Läden und Supermärkte geöffnet hatten.

Nach dem wir unser Gepäck im Zimmer verstaut hatten, gingen wir erstmal an den recht nahen Strand uns abkühlen. Als wir ins Zimmer zurückkehrten, mussten wir leider feststellen, das der letzte Gast wohl irgend etwas interessantes im Mülleimer zurückgelassen hatte - immerhin hatten sich reichlich Ameisen dort hin bewegt. Und da Karen überhaupt nich mit Insekten kann, war erstmal bissl Stress angesagt. Nach dem ich die Ameisenplage notdürftig und den Müll endgültig beseitigt hatte, legte sich das aber vorerst wieder. Anschliessend ging es zum Einkauf und Abendessen ins Stadtzentrum, danach wieder an den Strand, den tollen Sonnenuntergang und die wunderschön beleuchtete Altstadt beobachten und abschliessend ins Bett.

So. 23.08.2009

Nach dem Aufstehen waren wir am Morgen erneut einkaufen (diesmal auch Insektenspray!), danach besichtigten wir die Festung von Sperlonga, welche zum Schutz gegen Piraten erbaut wurde. Ausserdem genossen wir erneut den Ausblick von der Anhöhe.

Die Mittagszeit verbrachten wir in der recht kühlen Jugendherberge. Nachmittags ging es dann in die Altstadt, welche traumhaft war und mit ihren verwinkelten Gassen für unser Emfpinden "typisch italienisch" war. Hier gab es auch haufenweise kleine Geschäfte und viel zu entdecken. Bis zum Abend hielten wir uns hier auf, dann begaben wir uns zum Sonnenuntergang erneut an den Strand.

Mo 24.08.2009

Nach dem Aufstehen und Packen nahmen wir noch ein "italienisches Frühstück" zu uns, bestehend aus einem süßen Hörnchen (Cornetto) und einem cappuccino. Danach ging es zur Bushaltestelle im Stadtzentrum und von dort nach Gaeta. In Gaeta fuhren wir bis zur Stadtmitte. Dort fanden wir ein Hinweisschild auf ein Touristen-Büro. Also begaben wir uns dort hin. Man gab uns eine Karte der wichtigsten noch folgenden Orte und sagte uns, das der Campingplatz ca. 6-7 km entfernt sei und wir doch den Bus nehmen sollten. Da wir auf diesen hätten sehr lange warten müssen, entschieden wir uns, die 7km zu laufen. Dummerweise führte die Strecke genau an einer Schnellstraße lang und es gab kaum Schatten. Irgendwann hatten wir den Platz dann aber doch erreicht.

Der Campingplatz "Da Benedetto" liegt an der Schnellstraße SS213 (Via Flacca) in der Nähe des Torre Sant' Agostino. Der Platz ist im Wesentlichen ein Parkplatz für Badegäste, verfügt aber auch über ca. 15 Plätze für Camper und Wohnwagen oder eben Zelt-Gäste. Als erstes wollten wir unser Zelt aufbauen, was allerdings auf Grund des fast betonartigen Bodens recht schwierig war. So mussten wir etliche Leinen verlängern und an Bäumen anbinden oder Steine nutzen.

Nach dem Zeltaufbau begaben wir uns an den Strand um zu baden und ein wenig Frisbee zu spielen. Den Rest des Tages verbrachten wir weitestgehend am Strand, wo wir auch den Sonnenuntergang mitverfolgten. Danach schauten wir uns die wohl recht bekannte "Disco-Meile" an, wo allerdings fast überall tote Hose war (Saison war zuende).

Di. 25.08.2009

Da uns der Campingplatz sehr gut gefiel und auch halbwegs günstig war (27.00 Euro pro Nacht), entschieden wir uns, eine weitere Nacht zu bleiben. Nach einem leckeren Frühstück mit Hörnchen vom Camping-Platz wuschen wir unsere Wäsche. Danach haben wir einen Ausflug in die Hafenstadt Gaeta gemacht (mal wieder zu Fuß ;)) Dort verbrachten wir die Mittagszeit im Turisten-Büro, da es dort einen Internet-Point gab. Hier haben wir dann weitere Busverbindungen recherchiert und uns ein Hotel für die letzte Nacht in Neapel gebucht. Danach ging es in den Hafen-Bezirk, wo u.a. die U.S.S. Mount Whitney liegt. Am Hafen machten wir dann eine Mittagspause, nach welcher wir weiter die Hafengegend erkundeten. Hier befindet sich u.a. die Schifffahrts-Schule des Finanzministeriums, in der auch ein Kanonenboot dieses Ministeriums ankert. Eigentlich wollten wir auch noch einkaufen, aber alle Läden hatten (kurz vor 17.00 Uhr) entweder schon geschlossen oder noch nicht wieder geöffnet. Also fuhren wir mit dem Bus zurück zum Campingplatz.

Mi. 26.08.2009

Nachdem Aufstehen und Frühstück packten wir unser Zelt und die Ausrüstung zusammen und fuhren mit dem Bus nach Formia. Dort suchten wir das Turisten-Büro auf, um nach dem Campingplatz zu fragen. Am Rathaus warteten wir auf eben diesen, mit 2 Cheesburgern für jeden zur Stärkung. Nach längerem Warten kam der richtige Bus und fuhr uns fast bis vor den Campingplatz "Gianola Camping".

Der Campingplatz war riesig groß und verwinkelt, dennoch war er leider absolut nicht schön. Wenigstens waren die Sanitäreinrichtungen sauber, was wir bei einem Preis von 33,- Euro pro Nacht aber auch erwarteten. Nach dem wir unser Zelt aufgebaut hatten, wollten wir zum Strand schauen. Der Weg dort hin führte durch viele kleine Gassen und Wege, ehe man endlich am Strand war. Dieser war leider auch nicht wirklich schön und recht dreckig. Daher verzichteten wir auf's Baden. Bis in den zeitigen Nachmittag blieben wir im Schatten am Zelt, dann begaben wir uns zurück in Richtung Stadtzentrum, um einzukaufen. Leider stellte sich heraus, dass die Geschäfte erst ab 17.00 Uhr oder gar 17.30 Uhr öffneten. Also setzten wir uns in eine Bar, tranken etwas, aßen ein Eis und warteten bis die Geschäfte öffneten. Dann suchten wir uns im Supermarkt einige Lebensmittel zusammen, ehe es wieder zurück zum Zelt ging. Nach dem Wäsche waschen und Duschen bereiteten wir uns unser Abendessen und gingen dann schlafen.

Do. 27.08.2009

Nach dem Aufstehen, Frühstücken und Bezahlen (man gewährte uns einen Rabatt von 3,00 Euro) fuhren wir mit dem Bus - den wir gerade noch pünktlich erreichten - zum Bahnhof. Dort haben wir dann das entsprechende Zugticket gekauft und eine dreiviertel Stunde am Gleis gewartet - dazu gab es Studentenfutter. Mit dem Zug fuhren wir nur eine Haltestelle nach Scauri. Dort bahnten wir uns den Weg durch die unübersichtliche Stadt zum ersten Campingplatz auf unserer Karte. Dieser war zwar mit 20,00 Euro rechtb illig, wirkte aber nicht sehr freundlich und wir wären die einzigen Gäste gewesen. Also setzten wir unseren Weg fort in Richtung "Arizon" fort. Als wir auf einen Felsen stießen (und dort die Straße endete und wir einen Umweg machen mussten), entschlossen wir uns zu einer Mittagspause in einem kleinen Imbiss. Nach einem Pasta-Gericht setzten wir den Weg fort und erreichten den Platz dann auch bald. Auch dieser Platz war ziemlich leer - nur ein einziges Zelt fanden wir vor. Allerdings war die Besitzerin super nett und sprach auch gut Englisch. Ausserdem war der Stellplatz mit 18.00 Euro absolut günstig.

Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten, begaben wir uns zum Strand. Nach einer längeren Siesta am Zelt liefen wir in Richtung Stadtzentrum um einzukaufen. Danach verbrachten wir noch einige Zeit im Meer, ehe wir unser Abendessen zubereiteten und dann nach dem Duschen in unserem Zelt verschwanden.

Fr. 28.08.2009

Heute wurden wir vom Hahnen-Krähen (etwa alle 5 Minuten über eine Stunde lang) geweckt. Nach dem Frühstück (Brötchen und Obstsalat aus der Dose) haben wir unser Zelt abgebaut, die Ausrüstung verstaut und bezahlt. Als wir nach dem Weg zum Bahnhof fragten, meinte die gute Frau, der Weg sei so kompliziert, sie fährt uns lieber hin - auch schön! Nach einer typisch italienischen Autofahrt (mit viel Hupen, wenig Spiegelblicken und dem Versuch, doch noch durch eine Lücke zu kommen, ehe der Gegenverkehr ran ist) verweilten wir eine Zeit lang am Bahnhof. Dort genossen wir in einer Italo-Bar einen echten Caffee Latte.

Im Zug trafen wir 2 österreicher Studenten, welche in ihren Semesterferien mit den Fahrrädern Frankreich, Spanien und Italien bereisten. Mit ihnen führen wir ein nettes Gespräch, ehe wir den Zug in Villa Literno verließen. Dort fragten wir uns zur Bushaltestelle durch. Nach einem kleinen Mittagssnack fuhren wir dann nach Castel Volturno. Dort meinte man, bis zum Campingplatz sei es noch sehr weit - quer durch ein italienisches Slum-Viertel voller Südafrikaner! Daher entschieden wir uns, das erst beste Hotel zu nehmen und dort einzuchecken, zumal knapp 40 Euro für eine Nacht völlig in Ordnung waren. Dummerweise sprach keiner des Besitzerpärchens ein Wort Englisch, aber zumindest Er schien uns helfen zu wollen. Nach einer Mittags-Siesta wollten wir zum Strand. Hierzu mussten wir auch ein Stück durch das Ghetto, welches furchtbar dreckig und heruntergekommen war. Nach einigen hundert Metern durch einen Pinien.Naturschutz-Park erreichten wir den Strand, der leider ähnlich wie die Stadt drekcig und nicht gerade einladend war. Also verzichteten wir auf das Baden und gingen zurück zum Hotel.

Im Foyer stand auf einem Schild, dass das Ristorante geöffnet hatte. Daher fragten wir die Besitzerin nach der Speisekarte. Da wir die einzigen Gäste waren, gab es nur Spaghetti von der Frau des Hauses - was uns allerdings recht war. Als Uhrzeit vereinbarten wir 20.00 Uhr. Gegen halb Acht wollten wir noch einmal zur Bushaltestelle schauen, um die Route zum nächsten Campingplatz planen zu können. Als wir das Foyer durchqueren wollten, wartete die Besitzerin bereits auf uns und bat uns zu Tisch - obwohl fast noch eine halbe Stunde Zeit gewesen wäre, aber mit Zeit nimmt man es in Italien sowieso nicht so genau.

Wir saßen in einem großen und wunderschönen Bankettsaal direkt an der Straße. Nach kurzer Zeit wurden wir gefragt, ob wir etwas trinken wollen - wir bestellten eine Flasche Wasser. Kurz darauf kam auch schon das Essen - Spaghetti Napoli! Sie schmeckten köstlich und wir waren wirklich begeistert. Nachdem wir fertig mit dem essen waren, räumte sie ab. Und dann warteten wir. Sehr lange... Nach fast einer dreiviertel Stunde stand ich auf, um nach ihr zu suchen. Sie saß in ihrem Aufenthaltsraum, alle viere von sich gestreckt und schaute fern. Das war nun also die Gastfreundlichkeit dieses Hauses. Meine Frage bezüglich des Bezahlens verstand sie erst nicht, deutete uns dann aber, dass wir dies morgen zusammen mit dem Auschecken erledigen sollten.

Nachdem wir den Speisesaal verlassen hatten, begaben wir und noch wie geplant zur Bushaltestelle und dann nach dem Duschen ins Bett.

Sa. 29.08.2009

Nach dem Aufstehen und Packen checkten wir aus. Der Hausherr war wie am Vortag sehr nett und hilfsbereit - das offensichtliche gegenteil seiner Frau. Wir fragten nach einer Möglichkeit, Bustickets zu kaufen. Er meinte, man bekäme sie beim Busfahrer. Dies ist also scheinbar in Italien selbst innerhalb der einen Busfirma von Ort zu Ort unterschiedlich. An der Haltestelle warteten wir ca. eine halbe Stunde, ehe wir nach Pozzuoli fuhren. Der Bus hielt direkt am Campingplatz Volcano Solfatara", einem alten, erloschenen Vulkan. Der Campingplatz befindet sich mitten im Krater, in dem es stark nach Schwefel riecht, der noch reichlich aus dem Boden austritt.

Der Campingplatz war wunderschön, sauber, preiswert und bot obendrein reichlich Extras: Natursauna, Swimmingpool, diverse Sportgeräte, einen Minimarkt und der Eintritt zum Vulkan war auch bereits in den ca. 25.00 Euro pro Nacht enthalten.

Nach dem Aufbau kauften wir uns unser Frühstück im Minimarkt, welches wir sodann auch gleich verspeisten. Danach besichtigten wir den Campingplatz. Nach dem Wäschewaschen und einem ausgedehnten Bad im Pool hielten wir auf den Pool-Liegen unsere Mittagspause. Nach einem anschliessenden Mittagsessen im sehr günstigen Zeltplatz-Bistro besichtigten wir den Vulkan. Dort gab es verhältnissmäßig viel zu sehen, allerdings luden die sengende Hitze und der beissende Schwefelgeruch nicht zum ewigen Verweilen ein. Nach ca. einer Stunde verliessen wir den Vulkan bzw. dessen Schwefelgrube wieder.

Anschliessend begaben wir uns zum Bahnhof um den Weg dorthin schon einmal zu finden. Ein Blick auf den Fahrplan verriet uns, dass der Zug nach Pompei nicht in den Ferien und erst wieder ab dem 01.09. fuhr. Als wir uns nach einem Zug nach Pompei beim Bahnpersonal erkundigten, wurden wir auf den Zug verwiesen, der ja eigentlich nicht fahren sollte. Daher bat ich die beiden, mich zum Fahrplan zu begleiten. Zuerst wollten die beiden es nicht einsehen, dann erkannten sie doch, das morgen eben kein Zug nach Pompei fuhr. Wir sollten nach Neapel fahren und von dort nach Pompei! So hatten wir also auch das geklärt...

Nach der Rückkehr auf dem Campingplatz gingen wir nochmal baden, bereiteten unser Abendessen (Kartoffelbrei mit Pesto) und gingen schlafen.

So. 30.08.2009

Nach dem Aufstehen kauften wir uns im Minimarkt diverse Leckereien fürs Frühstück - frischen Schinken, Mortadella, süße Teilchen und dergleichen, welche dann auch gleich verspeist wurden. Dann bauten wir das Zelt ab und wollten bezahlen. Da es Rabatt für Studenten gab, zeigte ich meinen Studentenausweis. Der freundliche Herr an der Rezeption meinte "OK, we have 2 students with one student card" und gewährte uns so beiden den Studentenrabatt.

Nach dem bereits bekannten Weg zum Bahnhof fuhren wir mit der Metro nach Neapel. Nach einigem Umherirren auf dem stark von Baustellen geprägten Hauptbahnhof fanden wir irgendwann auch die Linie, die nach Pompei fuhr. Das macht nämlich nicht Trenitalia, die italienschen Bahngesellschaft, sondern "circumvesuvio", eine eigenständige Firma. Nach einer Fahrt mit Umstieg kamen wir in "Nepal Scavi - Villa dei Misteri" an. Der Campingplatz lag direkt am Bahnhof, so dass wir uns einen Fußmarsch in der Mittagshitze ersparen konnten. Auf dem Zeltplatz fanden wir zum großen Teil deutsche Camper, so dass wir hier und da einige kleine Gespräche führen konnten. Nach dem Aufbau des Zeltes schauten wir uns die Ausgrabungen von Pompei an - sehr interessant, da es reichlich zu sehen gibt.

Für EU-Bürger unter 25 gibt es einen Rabatt auf den Eintrittspreis. So zahlt man statt der 11,00 Euro pro Person nur 5,50 Euro. EU-Bürger unter 18 zahlen gar keinen Eintritt.

Wir verbrachten lange Zeit in der ausgegrabenen Stadt und schauten uns sehr viel an. Leider ist nicht klar erkennbar, was original ist, was die Römer selber rekonstruiert haben und was in der Neuzeit rekonstruiert wurde. Dennoch war dies für uns eine sehr interessante Sache.

Nach dem wir die Ausgrabungsstätte verlassen haben, begann ein Gewitter aufzuziehen. Wir bereiteten rasch unser Abendessen uns als wir mit dem Essen fertig waren begann es auch schon zu regnen. Daher verkrochen wir uns in unser Zelt und machten einige Sudoku-Rätsel. Als es zu regnen aufgehört hatte, begaben wir uns noch unter die Dusche und dann ins Bett.

Mo. 31.08.2009

Nach dem Aufstehen wollten wir Brötchen im Zeltplatz-Markt kaufen - dieser öffnete aber erst 08.30 Uhr, es war aber erst kurz nach halb Acht. Daher kauften wir in der Bar im Bahnhof einige Hörnchen und verspeisten diese. Nach dem Frühstück befreiten wir unser Zelt vom Vogelkot - wir hatten über uns reichlich Vögel in den Bäumen. Danach kauften wir 2 Tickets für die Vesuvbesichtigung zu je 18,50 Euro und erreichten gerade noch den Shuttlebus. Dieser brachte uns die ca. 10 Kiolemeter an den Fuß des Berges, von wo aus es dann mit Kleinbussen auf Basis eines modernen Mercedes Unimog den Berg hinaufging. Die letzten 300m mussten wir dann aber zu Fuß hinauf, da es dort selbst für den Unimog zu steil wurde. Am Krater angekommen bekamen wir eine halbherzige Führung, da die Führerin offenbar Zeitdruck hatte und die nächste Gruppe schon wartete. Danach besichtigten wir den Krater und dessen Rand weiter auf eigene Faust.

Nach nicht ganz 2 Stunden mussten wir schon wieder zurück zum Unimog, der uns ins Tal brachte, von wo uns dann der Shuttlebus zurück zum Campingplatz brachte. Dort genehmigten wir uns im Ristorante des Campingplatzes etwas zu essen - lecker Pizza und Pasta! Nach einer kurzen Siesta suchten wir einen Supermarkt, kauften diverse Lebensmittel für das Abendessen sowie Wasser ein und machten uns auf dem Rückweg. Auf diesem gefielen uns die Marmorblöcke an einer Straßenpromenade so gut, das wir uns dort für fast 2 Stunden nieder ließen und Italian-like die Straße und das Leben beobachteten. Dann begaben wir uns zurück zum Campingplatz, wo wir unser Mittagessen zubereiteten. Nach dem Duschen ging es dann ins Bett.

Di. 01.09.2009

Nachdem wir recht zeitig wach geworden sind, haben wir uns der Morgenhygiene und dem Frühstück gewidmet. Dann haben wir das Zelt abgebaut und die Ausrüstung verstaut. Beim bezahlen und auschecken hätten wir beinahe einen der Personalausweise vergessen. Diesen mussten wir als Pfand hinterlegen, aber er wurde uns beim bezahlen nicht herausgegeben. Am Bahnhof haben wir eine knappe halbe Stunde gewartet, ehe wir nach Neapel fahren konnten. Dort angekommen begaben wir uns auf direktem Weg zum Hotel, da man uns überall vor den vielen Taschendieben in Neapel gewarnt hatte. Im Hotel checkten wir ein - ein recht hübsches Zimmer mit den üblichen Mängeln und einem recht engen Bad. Nach dem wir unser Gepäck abgelegt hatten, begaben wir uns mit der Metro zur Haltestelle "Mergellina" im Westen der Stadt. Von dort wollten wir uns die Strandpromenade sowie einige interessante Gebäude ansehen - u.a. das große Aquarium im Stadtpark, das Castell Dell'Ovo und den Piazza del Plebiscito mit der großen Kirche. Dort konnten wir einer italienischen Hochzeit beiwohnen, da diese halb öffentlich in der Kirche abgehalten wurde. Danach schlenderten wir durch die Fußgängerzonen und Einkaufspassagen, wo wir Mitbringsel und einige Klamotten für Karen kauften.

Als sich der Tag dem Ende neigte begaben wir uns zum Hotel zurück und ließen uns von der Rezeptionistin ein gutes Restaurant empfehlen, welches sich gleich um die Ecke befand. Dort genossen wir jeder einen Salat Caprese mit echtem Büffel-Mozarella, leckere Spaghetti und ein Kotlett. Zum Abschluss gab es dann noch den obligatorischen Espresso. Für alls zusammen zahlten wir keine 40 Euro - angesichts des leckeren Essens und der vielen Gänge ein super Preis. Danach gingen wir zurück zum Hotel und legten uns auch recht bald schlafen, da es doch recht spät geworden war.

Mi. 02.09.2009

Mittwoch, der Tag unseres Rückfluges war gekommen! Auf der einen Seite schade, das der Urlaub zuende ging, auf der anderen Seite freuten wir uns aber auch wieder auf Zuhause. Nach dem Aufstehen nahmen wir unser extra gebuchtes Frühstück ein, welches leider enttäuschend war: es gab ein pappiges Brötchen mit abgepackter Marmelade und dazu einen Kaffee. Nach dem Frühstück verpackten wir unsere gesamte Ausrüstung flugsicher, duschten noch einmal und verliessen dann kurz vor um 11 Uhr das Hotel. Vom Garibaldi-Platz fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen. Dort aßen wir nocheinmal Mittag und warteten dann, bis die CheckIn Schalter für unseren Flug öffneten. Danach warteten wir wieder - diesmal im Transit bereich - ehe wir dann gegen 14.30 Uhr endlich boarden konnten und gegen 15.00 Uhr abflogen. Auf dem Rückflug hatten wir noch einmal Gelegenheit, den Vesuv und andere Orte von oben zu sehen. Gegen 17.30 Uhr verliessen wir den Flughafen in Berlin und fuhren mit dem Auto zurück nach Hause. Und damit endete unser Urlaub...

Was haben wir gelernt?

  • Das gesetzte Laufpensum von teilweise bis zu 30km pro Tag wäre nur unter Qualen zu erreichen, da angesichts der starken Mittagshitze nur bis 12.00 uhr und ab 17.00 ein Laufen möglich wäre. Da man aber selten vor 10.00 Uhr vom Campingplatz wegkommt (die Rezeptionen öffnen meist erst 09.30 Uhr) und bis spätestens 20.00 Uhr auf dem nächsten Platz ankommen muss, bleiben effektiv 5 Stunden zum laufen. Aufgrund der Hitze und des starken Wasserbedarfs wären aber nur maximal 4 km/h an durchschnittlichem Marschtempo möglich gewesen, Zieht man noch die Zeiten ab, die man benötigt, um Wasser und Lebendmittel nachzukaufen, wird es völlig unmöglich. Daher hatten wir uns entschieden, vieles mit den ÖPNV zu bewältgen, um aus dem Urlaub auch etwas Erholung zu machen 😉
  • Die Italiener haben eine ganz andere Einstellung zu Zeiten
  • In Italien Auto fahren kommt einem Lotto-Spiel gleich - oder besser russisch Roulette! Einen Blick in den Rückspiegel halten die Italiener für Überflüssig - auch beim Rückwärtsfahren. Wenn was kommt, dann wird schon einer Hupen! Entsprechend oft hört man die Hupe auch und entsprechend zerbeult sehen selbst neue Autos aus.
  • Lebensmittel (vorallem Fleisch und Milchprodukte) sind wesentlich teurer als bei uns, ebenso Kraftstoff
  • Die Italiener sind wahnsinnig hilfsbereit und nett, wenn man sich halbwegs mit ihnen verständigen kann - denn:
  • Ein Großteil der Italiener spricht kein Englisch - die älteren Generationen sowieso nicht
  • Von 12.00 Uhr bis gegen 15.00/16.00 Uhr haben die meisten Geschäfte geschlossen
  • In den Ferien haben viele Geschäfte komplett geschlossen
  • Restaurants öffnen meistens erst ab 18.00 Uhr oder gar später
  • Pizza gibt es oft nur Abends
  • Neapel ist deutlich sauberer als Rom und von den so viel gepriesene Taschendieben haben wir nichts mitbekommen
  • Im Gesamten ist Italien ein recht schönes, wenn auch dreckiges Land, da man scheinbar ein ganz anderes Verhältniss zur Umwelt hat
  • 4-Sterne-Hotels sind so teuer wie Jugendherbergen
  • schlechte Campingplätze kosten fast soviel wie Hotels
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